Archiv für den Monat Oktober 2012

Madonna Portraits: Digitale Kunst als Konzept von Ralph Ueltzhoeffer

Ungebrochen der Wille zu portraitieren, das Portrait in digitalen Zeiten entwickelt und erfindet sich neu. Computer und Internet revolutionierten die Photographie und bescherte uns völlig neue visuelle Erfahrungen. Ein Portrait aus Text, das lesbare Portrait von dem Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer (Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe). Biographische Elemente konzeptuell als Portraitbestandteile zusammengefügt, untrennbar verknüpft zu einer neuen künstlerischen Erfahrung. Die Editionengalerie Lumas (Madonna Portrait) zeigt diese Arbeiten als fotografien in ihrem Portfolio. Das Portrait von Madonna oder der deutsche Künstler Joseph Beuys sind seit Jahren Bestseller in den Galerien. Das Textportrait von Ralph Ueltzhoeffer findet seinen Ursprung im Internet und wäre ohne dieses Medium nicht möglich gewesen. Die Text Collagen wurden u.A. 2011 im Museum of Modern Art (MoMA) in New York ausgestellt im Rahmen der MoMA Project Series (Ralph Ueltzhoeffer). Seine Nähe zu dem Konzeptkünstler Joseph Kosuth bleibt unbestritten, die Portraits von Ralph Ueltzhoeffer unterliegen dem kühlen und unemotionalen Gedanken des Konzeptes in der Kunst. Zahlreiche Museen stellten die Portraits über die letzten Jahre aus u.A. Museum Leipzig oder das Willy Brandt Museum in Berlin.

Madonna - Portrait Kunst von Ralph Ueltzhoeffer
Musikerin Madonna – lesbare Portraits von Ralph Ueltzhoeffer.

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Ralph Ueltzhoeffer (ICA) Installation

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Rauminstallation von Ralph Ueltzhoeffer, Textportraits.

Rauminstallation: „Red Shoe Scenario“, ICA London. [Andrea Helmsig 2010]

Gewaltig und gleichzeitig filigran wirkt die haptische Anmutung des überdimensionalen Schuhes im Institute of Contemporary Arts (ICA) London. Die gekippte Position der aus Polyesterharz gefertigten Skulptur erinnert an vergessene Kleidung die bei überhastetem Aufbruch zurück gelassen wurde. Der eine Schuh den man gerne unter dem Bett findet und der Zweite, der vielleicht niemals wieder auftaucht. Nur paarweise zu gebrauchen und von dem her einer unwiederbringlichen, verlustreichen Situation ausgesetzt. Der Künstler Ralph Ueltzhoeffer nähert sich thematisch bei seinen Arbeiten immer wieder der Frage nach „Identität“ innerhalb einer sich ständig veränderten Gesellschaft. Der verlorene Schuh in der erweiterten Halle B2 des ICA Institutes wird symbolisch aufgeladen mit dem Märchen Aschenputtel (Cinderella) bei dem der Schuh dem ehrlichen Besitzer Glück verspricht und dem unehrlichen große Schmerzen bereitet. Die Größe der Skulptur erinnert anfänglich an die Arbeiten von Claes Oldenburg im Kontext allerdings hat die Dimension der Gesamtinstallation einer visuellen Wahrnehmung Rechnung getragen und füllt den Raum in angemessener Weise.