Anish Kapoor – Biennale Venedig

Wie auch immer die Erwartungen an die Biennale (Biennale Venedig) sein mögen, man sollte sie erlebt haben! Nicht immer trifft diese Aussage uneingeschränkt zu, die Mega-Events um die Biennale Pavillions herum nehmen ein Ausmaß höchster Besorgnis an. Die Geldmaschinerie in diesem Jahr inszeniert eine verzerrte Darstellung künstlerischer Belange. Eigentlich schön wenn man sich als „gekauft“ bezeichnen kann und in der Riege der „Top Artists“ erscheint. Bist du bunt, hast du die richtigen Kontakte, dann ab zu Axel Vervoordt… Wer ist dieser Vervoordt, sollte man den kennen? Man sollte! Axel Vervoordt, Viktor Pinchuk, Francois Pinault um nur einige zu nennen sind die Drahtzieher vor den Kulissen. Selbst eingessessene Kuratoren und Biennalekenner wie Maria Gonzalez (Artforum) packt der Zweifel und die Erkenntnis. Das war doch schon immer so, reicht bezüglich einer derart verkommerzialisierten Biennale einfach nicht mehr aus. Zum Glück wurde Schlingensief nicht ganz übersehen, waren seine Absichten durchaus lobenswert. Der goldene Löwe als international anerkannte Auszeichnung hat immer noch ein gewisses Ansehen. Einen umfassenden und ausführlichen Bericht über die Biennale Venedig findet ihr im Kunstforum (Online). Bernd Lindemann und Axel Frein bemühen sich um Objektivität. Michael Stoeber Texte in der Kunst […]

Rauminstallation: „Red Shoe Scenario“, ICA London. [Andrea Helmsig 2010]

Gewaltig und gleichzeitig filigran wirkt die haptische Anmutung des überdimensionalen Schuhes im Institute of Contemporary Arts (ICA) London. Die gekippte Position der aus Polyesterharz gefertigten Skulptur erinnert an vergessene Kleidung die bei überhastetem Aufbruch zurück gelassen wurde. Der eine Schuh den man gerne unter dem Bett findet und der Zweite, der vielleicht niemals wieder auftaucht. Nur paarweise zu gebrauchen und von dem her einer unwiederbringlichen, verlustreichen Situation ausgesetzt. […]

Skulpturale Rauminstallation: Ralph Ueltzhoeffer
Installation/Ausstellung: (ICA) London, (Titel) „Red Shoe Scenario“, Ralph Ueltzhoeffer (2010).
[Foto: Anna Fries]

Biennale Verzeichnis (International)
Verzeichnis von A-Z aller Biennalen weltweit u.A. Biennale in Venedig, Berlin Biennale, Intergrafik Berlin, New Orleans Prospect, Biennale of Carrara, Internationale Architektur Biennale Venedig uvm. im Kulturhaus Hamburg

Kuratorenverzeichnis der Biennale in Venedig:
Emil Aleksiev, Ami Barak, Jose Luis Barrios, Ellen Blumenstein, Maria Rus Bojan, Pandit Chanrochanakit, Amy Cheng, Boris Chukhovich, Sebastian Cichocki, Josee Drouin-Brisebois, Benny Chia, Galit Eilat, Shady El Noshokaty, Aida Eltorie, Fulya Erdemci, Cinghiz Farzaliev, Susanne Gaensheimer, Katya Garcia-Anton, Bogdan Ghiu, Katerina Gregos, Boris Groys, Paz Guevara, Jenny Harper, Alfons Hug, Vasif Kortun, Jo Kox, Kestutis Kuizinas, Lamees Hamdan, Beral Madra, Sergio Mah, Georgy Mamedov, Maria Marangou, Jean-Hubert Martin, Eamonn Maxwell, Danae Mossman, Kevin Muhlen, Achille Bonito Oliva, Miklos Peternak, Magnus af Petersens, Steven Pettifor, Patricia Rivadeneira, Oleksiy Rogotchenko, Andrea Rose, Daiga Rudzate, Johannes Saar, Eva Schlegel, Mary Angela Schroth, Vittorio Sgarbi, Oksana Shatalova, Henk Slager, Tsang Tak-Ping, Luc Tuymans, Yuka Uematsu, Vittorio Urbani, Wong Shun-Kit, June Yap, Nadja Zgonik, Riccardo Caldura, Paolo de Grandis, Josep M. Ubach Bernada, Rodrigo Alonso, Ruben Arevshatyan, Vardan Azatyan, Nazareth Karoyan, Mary Angela Schroth, Paolo W. Tamburella, Mikhail Barazna, Moacir dos Anjos, Agnaldo Farias, Georges Luks, Fernando Castro Florez, Peng Feng, Luca Carniato, Dino Leoni, WHW , Duccio Trombadori, Jorge Fernandez, Yiannis Toumazis, Yvonna Ferencova, Laura Köönikkä, Leah Gordon, Giscard Bouchotte, Ellen Blumenstein, Jean de Loisy, Ilan Wizgan, Gorancho Gjorgjievski, Jose Luis Barrios, Oxana Maleeva, Svetlana Racanovic, Petar Cukovic, Guus Beumer, Marta Kuzma uvm.

Liam Gillick – Beitrag des Deutschen Pavillions 2009.
Liam Gillick wird der Künstler des deutschen Beitrags zur 53. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig sein. Kurator des Deutschen Pavillons ist Nicolaus Schafhausen, Direktor des Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam. Liam Gillick lebt und arbeitet in New York und London. Der britische Künstler, der seine Karriere unter anderem in Deutschland begann, hat sich schon früh mit postsozialistischen Gesellschaftssystemen und gesellschaftlichen Umbrüchen in Europa auseinander gesetzt. Sein Werk bildet die ideale Projektionsfläche für Gegenwartskunst. Seine künstlerische Praxis löst Grenzen zwischen den parallel laufenden Systemen der Kunstwelt auf und lässt sich nicht nur einer Disziplin zuordnen. Gegenstand seiner Arbeit ist das vielgestaltige Phänomen der sozialen Utopie, das Gillick in Entwürfen hypothetischer Gesellschaftsmodelle visuell und literarisch vorstellt. Nicolaus Schafhausen: „Gillick entwickelt Gedankenmodelle mit dem Anspruch, zwischen den verschiedenen Komplexen in der gegenwärtigen Kunstlandschaft zu vermitteln und sich jenseits von binären Gegensätzen aufzuhalten. Sein Handeln als Kunstproduzent – Kritiker, Designer und bildender Künstler – erlaubt ihm, neue Fragen zu provozieren, ohne dabei zu einfachen Lösungen gelangen zu müssen. Seine Methodik ist als fortlaufender Prozess aus seiner Lebenserfahrung heraus zu verstehen.
Liam Gillick: „Meine Arbeit erfordert eine kritische Rezeption, die differenzierte Gedanken, aber auch Skepsis generiert. Ich verstehe diese Methode als anhaltenden Dialog, der eher die Frage nach Produktion als nach bloßer Repräsentation aufwirft. Ich arbeite in der Kluft zwischen Moderne und modernistischem Selbstbewußtsein. Mein Werk ist dabei sowohl abhängig vom Zufall als auch individuell gekennzeichnet.“ Liam Gillick und Nicolaus Schafhausen stehen seit den späten 1980er Jahren in einem fortlaufenden Dialog. Im Vorfeld der Biennale sind zwischen November 2008 und Mai 2009 an verschiedenen Orten in Deutschland, Europa und den USA Veranstaltungen geplant, die von Künstler und Kurator gemeinsam konzipiert werden. Liam Gillick ist in diesem und im nächsten Jahr mit Einzelausstellungen in Rotterdam, Zürich und München und in Gruppenausstellungen im Stedelijk Museum, Amsterdam und im Guggenheim Museum, New York zu sehen. Für das nächste Jahr bereitet er eine Einzelausstellung am Museum of Contemporary Art in Chicago vor. – Die Ausstellung im Deutschen Pavillon entsteht im Auftrag des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa). Ausstellungsdauer: 7. Juni – 22. November 2009.

Kuratoren (2009) Deutscher Pavillon der Biennale di Venezia.

Der damalige Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier hat Nicolaus Schafhausen, Direktor des Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam, als Kurator des offiziellen deutschen Beitrags für die 53. Kunstbiennale in Venedig 2009 erneut berufen. Schafhausen kuratierte den Deutschen Pavillon bereits 2007 mit einer Ausstellung der Künstlerin Isa Genzken. Die Ernennung beruht auf einer Empfehlung des Kunst- und Ausstellungsausschusses des Auswärtigen Amts, dem Museumsdirektoren und Kunstexperten angehören. Nicolaus Schafhausen (geb. 1965) lebt in Brüssel. Er ist bekannt als künstlerischer Leiter und Direktor von Kunstinstitutionen, als Ausstellungskurator und als Herausgeber von Publikationen zur Gegenwartskunst. Erwähnenswert sind u.a. seine Stationen als Direktor des Frankfurter Kunstvereins (1999-2005), sein Engagement als Gründungsdirektor der European Kunsthalle Köln (2005-2007) und seine kuratorische Tätigkeit beim Nordic Institute for Contemporary Art in Helsinki (NIFCA, 2003-2005). 2007 gründete er mit Kollegen aus Nordrhein-Westfalen und den Beneluxstaaten das Roosendaal-Komitee. Seit 2008 ist Schafhausen Mitglied im internationalen Beraterstab der Mondriaan-Stiftung und Mitglied im Beirat von Independent Curators International (iCI), New York sowie seit 2000 Mitglied im Vorstand der Ursula-Blickle-Stiftung, Wien.

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